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DIE MÄHR VOM LOSLASSEN
von Andreas Clavadetscher | Okt. 04.10.2020 | Bewusstsein | 0 Kommentare
In unserer modernen und oberflächlichen Welt scheint es irgendwie schicklich zu sein, seine geistige Entwicklungsstufe mit dem verheissungsvollen Begriff und der damit verbundenen Fähigkeit des „Loslassens“ untermauern und verknüpfen zu müssen. Nichts scheint mehr ohne diesen Wunder bewirkenden wie revolutionären Begriff zu funktionieren, kein Weg ins Glück kommt mehr ohne das lobgepriesene Loslassen aus, sodass wir eines Tages doch noch ans Ziel unserer Träume kommen können. Wie eine an der zerklüfteten Felswand des Lebens angebrachte Strickleiter der heilsamen Wegweisung soll uns das vertrauensvolle Loslassen den sichersten Weg in den Olymp unseres SEINs weisen – doch wer loslässt, kann auch runter fallen. Der los lassende Mensch will zum Ausdruck bringen, dass er sich in einem Akt der bewussten vertauensvollen Transformation von einer niederen, einer unser Leben belastenden Ebene, in eine höhere, uns befreiende Ebene empor evolutioniert hat. Der alte und nun auf unserem Weg ins göttliche Licht schlecht gewordene Wesenszug, der uns immer wieder in unliebsame Situationen geführt hat, in denen wir uns schlecht, schuldig, verletzt, gekränkt, zurückgesetzt, missverstanden und noch viele solcher unangenehmen Gefühle mehr, gefühlt haben, wird nun durch eine scheinbar bewusste Auseinandersetzung der subjektiven Sachlage und der objektiven Fakts vollständig aufgedröselt, sodass der Sinn suchende Mensch die bisherige Thematik in seinem geistig-spirituellen Kern verstehen kann, welches ihn letztendlich und vor allem hoffentlich auf eine Ebene der Erhöhung über das Mindere katapultieren soll. Wenn wir uns an dieser Stelle angekommen kurz fragen wollen, warum wir diese Form des freiwilligen und oberflächlich betrachtet bewussten Loslassens überhaupt tun, dann bleibt als Antwort nur die Tatsache übrig, dass wir uns heute besser fühlen wollen, als dass wir uns gestern gefühlt haben, um die Sicherheit darin zu finden, uns auch morgen noch anhaltend gut fühlen zu können. Loslassen geht also immer mit dem Wunsch und der Hoffnung einher, eine Verbesserung unserer subjektiv gefühlten scheinbaren schlechten Befindlichkeit zu erzielen. Mit etwas salopper ausgedrückten Worten kann der Wunsch Loslassen zu wollen, auch als freiwillige selbst lancierte Wegbahnkorrektur von uns Menschen bezeichnet werden, der uns mehr innere Ruhe, mehr Gelassenheit, mehr Zuversicht, mehr Vertrauen letztendlich mehr Sicherheit schenken soll. Dieser Steuer rumreissende Eingriff zwingt uns jedoch ein neues Ziel des „so-will-ich-sein“ in unseren Fokus zu nehmen oder besser ausgedrückt, vor unserem geistigen Auge zu visualisieren, als hätten wir diesen idealisierten Zustand des inneren Friedens, der absoluten Glückse(e)ligkeit bereits erreicht, um darin die erhoffte Qualität unserer Befindlichkeit endlich finden und leben zu dürfen wir nehmen damit unser „so will ich mich künftig fühlen wollen“ nun in die eigenen ach so göttlichen Hände und das ist doch schon Mal was, oder? Dabei vergessen wir geflissentlich, dass uns unser unbewusstes, vom einteilenden Licht des Patriarchats geblendetes EGO dummerweise in diese gefühlt missliche Situation gebracht hat, aus der wir auf Teufel komm raus los lassend ausbrechen wollen. Wenn wir uns also vom Leben scheinbar genötigt fühlen ein altes Verhaltensmuster, ein altes Verhaltensritual, ein altes Gedankengebilde in einem transformierenden Schritt loslassen zu müssen, damit wir uns heute und morgen besser fühlen dürfen, als dass wir dieses gestern getan haben, dann müssen wir jedoch bereits heute erkannt haben, an was es uns gestern, quasi in der alten Welt gemangelt hat. Loslassen bedeutet damit zwangsläufig immer den Verlust der trügerischen Sicherheit des idealisiert Alten Zustandes und damit der alten für gut befundenen Bildern, die wir uns von einem GUTEN LEBEN gemacht haben. Als Folge davon könnte man auch sagen, wer tatsächlich loslassen kann, der muss zuvor den Halt bietenden geistig-spirituellen Kern des idealisiert Alten in sich integriert haben, bevor der nächste Schritt in den Himmel unter die Füsse genommen werden kann und hier wird es wirklich tricky, denn wer gibt schon gern seine lieb gewonnene Sicherheit auf, auch wenn sie uns dereinst das Leben kosten wird. Da wir in letzter Konsequenz keine Ahnung haben, warum wir immer wieder in die alten und ungeliebten Situationen gekommen sind, aus der wir uns nun freiwillig erheben, im Sinne von Befreien wollen, kann auf der einen Seite der Medaille und meiner bescheidenen Meinung nach unser EGO kaum der richtige Ratgeber „ins Glück“ sein, denn wir werden mit traumtänzerischer Sicherheit lediglich eine alte Bedürftigkeit durch eine neue Bedürftigkeit austauschen und ziehen uns nur ein wassermännisch getuntes neues Mäntelchen des „nun will ich so sein, denn so zu sein, fühlt sich irgendwie besser an“ und auf der anderen Seite sind wir gezwungen all das zu verdrängen, was uns eigentlich heilen würde, aber als Preis den fühlenden Bauch unsers EGOs ein verlangen wird. Dieser Preis ist unser kleines egozentrisches Scheisserchen natürlich nicht bereit zu bezahlen, da er nicht in seinen idealisierenden Kram passt, daher tut es einfach Mal so, als würde es Loslassen. Dass dieser Wunsch, diese beissende Sehnsucht sich besser fühlen zu wollen, immer auch mit einem qualitativen Beurteilen der Schöpfung einhergeht, welches nur unsere Unfähigkeit der Schöpfung blindlings Trauen zu können zum Ausdruck bringt, muss ich an dieser Stelle wohl kaum näher erläutern. Solange wir uns jedoch unablässig getrieben fühlen Wünsche der optimierten Verbesserung formulieren zu müssen, solange herrscht in uns unbewusster Weise eine innere Leere, eine innere Rastlosigkeit und damit das nackte Chaos, gleichzeitig werden wir, betäubt und ohnmächtig von einem schalen Gefühl des Mangels an Sicherheit nicht mehr in der Ordnung der Schöpfung zu sein, in jeder Minute unseres geteilten SEINs von dieser inneren Leere vollständig beherrscht. So werden wir gleichermassen unbewusst gezwungen das matriarchal weibliche in sich selbst ruhende Hiersein der grenzenlosen Fülle verlassen zu müssen, um uns auf ein patriarchal Ziel fokussiertes und damit idealisiertes männliches Dasein der reduzierten Hoffnung einzupendeln, um in diesem begrenzenden Raum endlich das zu finden, wonach wir so sehnsüchtig suchen unseren bei unserer Geburt ins weisse Licht, vergessenen schwarzen Sinn. Aus all diesen Gedanken ergibt sich für mich die Erkenntnis, dass Loslassen nur eine begriffliche Zusammenfassung für eine unbewusste Verdrängung der unsichtbaren Harmonie der Schöpfung ist demzufolge ist bewusstes Loslassen lediglich das Kind einer unbewussten Verdrängung unseres in sich selbst geteilten EGOs, damit dieses seinen angestammten Platz auf dem Thron unseres Lebens nicht räumen muss – denn das Credo des irdischen Herrschers lautet: „Mein Wille geschehe, im Himmel, wie auch auf Erden“ . Die Fähigkeit des Loslassen-Könnens würde in seiner geistig-spirituellen Essenz jedoch bedeuten, dass ich all das hergeben kann, von dem ich mir zuvor eine scheinbare Verbesserung meiner mangelhafte Befindlichkeit erhofft und gewünscht habe. Wahrhaftiges Loslassen würde voraussetzen, dass mein EGO vorbehaltlos und damit ohne Wenn und Aber erkannt hat, dass es bereits in einer perfekten Harmonie der reflektierenden Analogie eingebettet ist und alles NICHTICH-Seiende nur dazu da ist, um meinem Auftrag der Sinnfindung dienlich zu sein. Wenn ich etwas loslassen will, dann ist dies aus der quer denkenden Sicht meiner CLAVIsophie nur eine en vogue gekommene Begrifflichkeit für eine unbewusste, dennoch freiwillige Verdrängung unseres unbewussten EGOs. Egal, was immer ich auf meinem Lebensweg in mein geteiltes Wesen als Bauteil meiner Frage „Wer bin ich eigentlich?“ integriert habe, ich werde dieses kaum wieder loslassen wollen, geschweige denn loslassen müssen. Der Mensch kann im besten Fall nur so tun, als würde er etwas wirklich loslassen, da unser aller EGO kaum in der Lage ist, die offensichtliche Analogie der Anatomie des Augenblicks als heilvolles Geschenk der Schöpfung anzunehmen. Unser EGO ist somit unbewusst gezwungen, all die Bereiche, die es auf der scheinbar dunklen Seite des Lebens angesiedelt hat, als nicht zu ihm gehörig zu beurteilen, sodass diese Formen des SEINs ihm nichts anhaben können. Gemäss der These, dass Energie der Aufmerksamkeit folgt und wir als Folge davon angeblich unsere subjektive Realität selbst erschaffen, kann die uns bekannte kollektiv-neurotisierte Form von Loslassen am einfachsten als ein willentlich konzentrierter Aufmerksamkeitsentzug unseres EGOs übersetztet werden, wo keine Aufmerksamkeit, keine materialisierte Form von Realität, die uns möglicherweise doch nur schaden will. Einfach ausgedrückt: WAS WIR NICHT MEHR WOLLEN, BLENDEN WIR EINFACH AUS. Wir lenken unsere Aufmerksamkeit am besten auf ein neues, ein „besseres“ und „höheres“ Ziel und erwecken so den Eindruck, dass wir das „Böse“ aus unserem Leben ein für allemal verbannt haben, dass wir dabei die Schöpfung aus dem Gleichgewicht der dualen Kräfte der Gleichzeitigkeit hebeln, müssen wir gleichermassen ausblenden, wie wir dieses innerhalb des Konzeptes des bewussten Loslassens auch tun müssen, um doch noch irgendwie ans Ziel unserer idealisierten Träume zu kommen. Wie ein aufgescheuchtes Reh erschrecken wir uns dann aber gewaltig, wenn wir feststellen müssen, dass wir von unserer verdrängten Vergangenheit (Krankheiten, Unfälle, Jobverlust, Trennungen, Mobbing, Depressionen, usw.) wieder gnadenlos eingeholt werden darum gilt die Devise: Der sicherste Weg, dass ein freiwilliges Loslassen nicht nötig werden muss, ist die bewusste Integration des uns wirklich Fehlenden, nicht dessen was wir meinen uns wünschen zu müssen. Herzlichst grüss Euch alle, Andreas Clavadetscher
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