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DAS PRINZIP DER
Eine nicht alltägliche Definition dieses Zeichenprinzips: Wenn man das vorherige Zeichenprinzip Skorpion/Pluto/8.Haus als ein Manifest für die Vergänglichkeit des Lebens bezeichnen will, dann breitet meiner Meinung nach im Zeichen des Schützen das Leben durch das Bild des Phönix, der aus der Asche stieg, nun langsam seine Flügel aus, um sich dereinst wieder in die Lüfte zu erheben. Schütze ein Zeichen, welches auf grenzenlose Expansion ausgerichtet ist und genährt durch den Aspekt der plutonischen Vergänglichkeit, den Sinn, genauer gesagt seinen Sinn im Leben sucht, denn er scheint sich seiner inneren Sinnlosigkeit „bewusst“ zu sein. Das Schütze-Prinzip ist im 3. Quadranten unserer Persönlichkeit beheimatet und schliesst diesen mit der Qualität der Veränderlichkeit, was den wechselwirkenden Bezug zum Du betrifft, ab. Die Idee des Schützen ist die vollkommene Los-Lösung aus der machtvollen und ohnmächtigen Verstrickung mit der uns ausgleichenden Welt des Du’s, damit wir uns zunehmend auf unsere eigene Sinnhaftigkeit konzentrieren können. Dank diese jovialen Befreiung aus dem lähmenden plutonischen Gefühl ohne Macht, also ohnmächtig zu sein, entfaltet sich der wunderschöne Schmetterling, als der wir einst angelegt wurden. Dieser Schmetterling wurde im 8 Haus, durch den Tod unseres geliebten Selbstbildnisses erschaffen und erblickt nun im 9. Haus die Welt, um sich weiter auf den Weg zurück ins Paradies zu machen. Bevor wir aber im 11. Haus zum wirklichen Adam werden können, müssen wir alle, jeder einzelne von uns, das 10. Haus überwinden. Dies ist das Haus der Prüfung hier wird unser Sein auf Herz (egoistisches Löwe-Prinzip) und Nieren (harmonisierende Verstrickungen der „Verliebtheit“ des Waage-Prinzips) geprüft. Derjenige von uns, der frei von Ohnmacht ist, wird das Tor passieren und die Hüterin der Schwelle (Saturnia/Steinbock-Prinzip) von der Reinheit und Freiheit des eigenen Seins überzeugen könne. Die, die nicht passieren durften, werden im 29 Jahres Rhythmus wieder einer neuen saturnalen Prüfung unterzogen. Nun möchte ich aber nach diesem kurzen Ausblick in die Zukunft, wieder zum eigentlichen Thema – das Schütze Prinzip zurück kehren. Nach der Geburt der Idee unseres Bezugs im 7. Haus wurden wir vom Leben gezwungen diese losen Beziehungen im 8. Haus in die Form der Verbindlichkeit zu überführen. Diese fixierte Verbindlichkeit hat auch etwas Absicherndes, Genussvolles und damit EINVERLEIBENDES an sich, denn es steht dem Prinzip Stier nicht nur gegenüber, sondern in jedem 2. Haus eines Quadranten schwingt der Geist des Stiers mit. Damit ist ein jedes 3. Haus eines Quadranten dazu angehalten das Kernthema des Quadranten darzustellen, was wiederum der luftig leichten Oberflächlichkeit der Energie des Zwillinge-Prinzips entspricht. Betrachten wir nun den 3. Quadranten etwas genauer, dann geht es in diesem um unseren Kontakt und Austausch mit unserer Umwelt. In diesem Quadranten stellen wir also einen Bezug zwischen MIR und DIR her daher nennen wir diesen Bezug auch sinnigerweise BEZIEHUNG. Wir suchen also im DU etwas, was uns scheinbar in uns selbst fehlt und erhoffen uns unbewusst das beziehen zu können, was uns fehlt, sodass wir wieder ganz und heil werden können – so zumindest die These des Lebens. Dieses Fehlende hat die Tendenz uns venusisch aufzuwühlen, bringt uns sozusagen in Wallung, heizt uns quasi auf, ähnlich den Treibhausgasen auf der planetarischen Venus, wir mutieren zu einer Art Dampfkochtopf der zu explodieren droht, wenn er nicht bald Dampf ablassen kann. So wird die Energie der VERliebtheit erzeugt, damit wir in der Folge einen konkreten Schritt auf das uns ausgleichende DU machen können, wenn denn genügend Druck (Skorpion) erzeugt wurde. Wenn wir dann ganz nah beim Du sind, wollen wir das uns Fehlende durch den Geschlechtsakt sinnbildlich und materiell uns einverleiben, wir werden also im Zeichen Skorpion verbindlich, wollen (wieder) EINS werden und öffnen uns unbewusst für den Prozess der wandelnden Integration der von aussen kommenden Thematik und diese von aussen kommende Thematik wird meines Erachtens durch das Zeichenprinzip des Schützen zum Ausdruck gebracht. Wenn wir an dieser Stellen mal ganz ehrlich zu uns sind, müssen wir zugeben, dass wir in der Phase unseres VERliebtseins kaum in der Lage sind, die Frage abschliessend zu beantworten: „Welcher Teil seines Wesens nun dafür verantwortlich gewesen ist, dass Du dich auf ihn eingelassen, dass Du dich vielleicht sogar Hals über Kopf in ihn verliebt hast.“ Damit hat das Objekt unserer Begierde immer etwas Nebulöses und Unklares an sich, was uns auch immer eine gewisse Portion Angst der Ablehnung und Unsicherheit einflösst, denn vom DU geht für unser ICH die grösstmögliche Gefahr aus.
SEIN STATEMENT
ZEITSPANNE ELEMENT KREUZ TEMPERAMENT ENERGIE GESCHLECHT AUSRICHTUNG OPPOSITIONSZEICHEN KÖRPERLICHE ENTSPRECHUNG
DAS WESEN
STADIEN DER AUSDRUCKSFORM
ZUWENIG (HEMMUNG)
AUSWEG (SOMATISIERUNG)
ERLÖST (ERWACHSEN)
ZUVIEL (KOMPENSATION)
ARCHETYPISCHE FIGUR
EGAL, IN WELCHER FORM DU DICH GERADE BEFINDEST ZIEL IST IMMER DIE ERWACHSENE FORM
Unter diesem Denkansatz hat das Zeichen Schütze sehr viel mit seinem planetarischen Vertreter Jupiter gemeinsam. Jupiter ist nicht nur der grösste aller Planeten in unserem Sonnensystem, nein, er ist ein Gasriese dessen Kern für unsere Wahrnehmung nicht sichtbar ist. Wir können im besten Fall nur erahnen, was sich hinter dem Schleier Jupiters verbirgt. Wenn man unser Sonnensystem aus der Sicht der Heliozentrik betrachtet und dennoch den Bezug zur Geozentrik nicht abreissen lässt, kann man die menschliche Sinnsuche folgender Massen in eine philosophische Strukturlandschaft eingebunden sehen, die zugleich Basis meiner ASTROLOGIE DER NEUEN ZEIT ist und hier an dieser Stelle als Ausblick in die Zukunft angesehen werden kann. Die Sonne als das EGO unseres ICH-Innenkreises wird durch die Planeten Merkur, Venus, Erde (Mond) und Mars in seinem persönlichen Ausdruck vervollständigt. Dieses solare EGO wiederum trifft nach Mars nun auf den Asteroidengürtel, den ich als den Keil zwischen Mir und Dir definiere. Dieser Asteroidengürtel schafft aus der Sicht der Heliozentrik so etwas wie zwei Welten, zwei egozentrische Spielflächen. Diese 2. Spielfläche nenne ich den NICHTICH-Aussenkreis , der seinerseits durch ein EGO beherrscht wird, angeführt werden muss und dieses EGO ist nach meinem Verständnis im Planeten Jupiter angesiedelt. Dieses jovianische EGO wollen wir durch unseren Bezug enträtseln und entmystifizieren, sodass es das Bedrohliche für unser solare EGO verlieren kann. Dieses jovianische EGO des NICHTICH-Aussenkreises steht zum einen in einem oppositionellen Verhältnis zu unserem solaren EGO, also treffen logischerweise immer zwei EGOs aufeinander, die zum anderen gemeinsam versuchen zusammen gescheiter (bewusster) zu werden. Dummerweise verkennt unser nach Licht und Liebe lechzendes solare EGO diese Tatsache und dies ist auch der Krux an der Sache, denn es verdrängt im Sinne des eigenen Überlebens, dass unser höheres Selbst mehr ist, als das was wir glauben zu sein. Unser Höheres Selbst ist in Wahrheit die Summe aus der Addition von ICH-Innenkreis und NICHTICH-Aussenkreis . Somit kann Jupiter im realen Kosmos, wie auch im realen Leben nur als aufgeblasener Gasriese im Leben erscheinen, was die Assoziation mit „Aufschneider“, „Grosskotz“, „Möchte gern“, „Mehr Schein als Sein“ hervorruft. Den wahren Kern von Jupiter werden wir wohl nie erkennen können, denn dieser ist meiner Meinung nach in uns selbst verborgen. Fazit: Wir begegnen durch die manifestierte Gestalt Jupiters nur unseren unbewussten, unsichtbaren Wesensanteilen, die wir durch die transformatorische Kraft von Skorpion in uns einverleiben sollten, damit wir im Schützen unserer neu gewonnenes Mehr an uns Selbst der Welt zeigen können, quasi zur vollen Gösse auflaufen können, was uns zu dem Anfangs erwähnten Schmetterling werden lassen würde. In unserer neurotischen Welt hat es sich jedoch der bitter-süsse Trugschluss häuslich niedergelassen, dass der Mensch ein monogames Wesen sei und damit sein Glück nur in einer Zweierbeziehung finden kann, welch ein Irrtum.
Daher lade ich dich jetzt ein, möchte dich ermuntern und zugleich bitten, das was dich bewegt, dir einfällt, hier kunt zu tun, denn es soll auch eine Plattform des Austausches, der Information werden und gleichzeitig immer den gegenseitigen Respekt waren. In diesem Sinne danke für dein HIERsein. Herzliche Grüsse, Andreas Clavadetscher © 12. Oktober 2020
Pixabay – lizenzfreie Bilder/Fotos Johfra Bosschart (15.12.1919 – 06.11.1998) Stephanie Pui-Mun Law – http://www.shadowscapes.com/index.php Entwicklungsstufe 2. Stier – erstellt von Andreas Clavadetscher
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